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Schweizerischer Rassekaninchenzucht - Verband SRKV
Fachtechnische Kommission
Protokoll der Sitzung vom
Samstag, 14.Februar 2004, 08.3o Uhr
im Restaurant Lerchenhof in Reiden
Anwesend:
Hansulrich
Schmid, Isidor Inauen, Alois Wernli, Ulrich
Pfister, Meinrad Röösli und Beat Schweizer. Frederic Mathez hat
sich entschuldigt.
Traktanden:
1.
Protokoll der letzten
Sitzung vom 2o.12.2oo3
2. Mitteilungen
3. Richtpunktwerte
4. Fachtechnische Fragen
5. Aufnahmegesuche für
neue Rasse und Farbenschlag
6. Ausbildung der Expertenanwärter
7. Verschiedenes
Pünktlich kann der
Präsident HU.Schmid die Sitzung beginnen und alle recht herzlich begrüssen.
1. PROTOKOLL DER
LETZTEN SITZUNG VOM 2o.12.2oo3 IN REIDEN
Wurde umgehend allen
zugestellt und auch als Kurzfassung in der TW veröffentlicht.
Das Protokoll wird
genehmigt und dem Sekretär verdankt.
2. MITTEILUNGEN
> Experten /
Tierzuteilung an grösseren Ausstellungen
> der Experten
- Obmann macht allein die Zuteilung.
> falls er keine
Listen erhält, muss er 8 Tage vorher die Bewertungslisten anfordern
> dem Organisator
werden die Experten nur mit Nummern angegeben.
> es ist nicht
zwingend, vom Verband einen Experten - Obmann anzufordern, wenn dies aber gewünscht
wird, müssen auch die Regeln eingehalten werden und ein Obmann wird nur dann finanziert, wenn er selbst keine Tiere zu bewerten hat.
> Vom CH - Russenklub
wird die gute Bewertung an der Klubschau verdankt.
> U.Von Warthburg
bedankt sich für sehr ausgeglichene Bewertungsresultate bei seinen CH - S.
> Von der CH Chin. und
Rex Klubschau waren teilweise negative Stimmen zur
Bewertung zu hören.
I.Inauen nimmt dazu
Stellung und taxierte die Bewertungsarbeit als mehrheitlich gut. Es waren 7 neue
Experten beim Klub engagiert.
> TW - Bericht über
Dalmatiner Rex von GP.Gross, darin belegt er mit eindrücklichen Bildern, dass
aufgelöste Ohrenfarbe nicht unbedingt Farbstoffschwund bedeutet. Beschluss: unscharfer
Ohrenabschluss bei Dalmatiner Rex soll nicht direkten Punkteabzug
erfordern. Der Standard muss deswegen nicht geändert werden.
> Die Punktelimite für
Vorbewertungen hilft Bewertungsunterschiede in Grenzen zu halten und wertet
Ausstellungen auf.
>
Vorbewertungen sollen
Tier - Auslesen bleiben und daher möglichst nicht als Vereinskonkurrenzen benützt
werden.
>
U.Pfister könnte sich
sogar vorstellen, eine separate " Vorbewertungs - Karte" zu schaffen. Bei den
allermeisten Vereinen ist es aber üblich, Vorbewertungen ins Heft zu schreiben.
>
Die abgemachten
Richtlinien müssen von allen Expertenkollegen voll unterstützt
und umgesetzt werden!
>
A.Wernli stellt fest,
dass in letzter Zeit vermehrt Noten 1o vergeben wurden, nur dass Tiere noch etwas
besser wegkamen.
3. RICHTPUNKTWERTE
A.Wernli hat Tabellen
angefertigt, worin er alle bisher erhaltenen Resultate von den Klubschauen ausgewertet hat.
Leider hat er noch
nicht von allen Klubs die Kataloge erhalten.
Bei jeder Gelegenheit muss darauf
hingewiesen werden, dass mit der Zeit automatisch jeder Klub die Resultate an A.Wernli
sendet.
>
Zur Diskussion stehen
vor allem die Richtpunktwerte der Kalfornier und Roten Neuseeländer. Da
diese beiden Rassen durch die geänderte Bewertungsskala nicht mehr gleich
hohe Punktzahlen erreichen.
> Ab nächster Saison
wird die Typische Erscheinung auch bei diesen Rassen gleich wie bei allen anderen
Typenrassen beurteilt; das heisst,mit zwei mal 9,5 in Position eins und zwei und Idealgewicht kann ebenfalls 19 P. vergeben werden. Bisher waren drei mal
9,5 dafür erforderlich bei K, RN und WN.
> Deshalb werden die
Richtpunktwerte vorläufig belassen um die Auswirkungen dieser Massnahme zu verfolgen.
> Richtpunktwert für
neue Rassen und Farbenschläge:
Der CH Rönkaninchen
Züchterklub stellt den Antrag, einen Richtpunktwert für
deren Rasse festzulegen.
> Dafür wird
ein Grundsatzentscheid nötig, da bis anhin für Rassen im Aufnahmeverfahren nie
Richtpunktwerte bestimmt wurden. Laut Reglement ist es aber grundsätzlich nicht verboten.
>>
Diskussion und
Umfrage bei allen FTK - Mitglieder
> Viele
Ausstellungsorganisatoren hatten Mühe mit der Richtpunktzahl 1oo.
So war es oftmals
deprimierend für die Züchter, wenn sie trotz guten Resultaten in der Rangliste mit
minus fünf oder mehr Punkten am Schluss der Rangliste standen. Sektionen
waren zum Teil überfordert mit der Vergabe von Preisen wenn keine Rangierung
gemacht werden konnte.
> Züchter welche eine
neue Rasse einführen, sollten auch bereit sein, gewisse Opfer zu bringen.
Auch früher eingeführte Rassen haben ohne RP durchgehalten.
> Für die Verbreitung
einer Rasse und das Bewertungsgefühl der Experten ist es wertvoll, wenn neue
Rassen auch an vielen kleineren Ausstellungen gezeigt werden
> Wir möchten eine moderne, zeitgemässe Lösung anbieten und motivierte,
zielstrebige Züchter
nicht unbedingt bremsen.
>> Beschluss: Für alle
neuen Rassen und Farbenschläge wird in Zukunft nach der ersten
Schweizerischen Klubschau eine provisorische Richtpunktzahl festgelegt. Diese gilt jeweils
nur für ein Jahr und und wird jedes Jahr neu dem Zuchtstand angepasst. Deshalb
können diese nicht fest ins SGK - Ausstellungsprogramm eingebaut werden.
Dies wäre viel zu aufwändig und zu teuer bei jährlichen
Veränderungen.
>
Aufgrund der
bisherigen Bewertungsresultate wird die Richtpunktzahl für Rhönkaninchen
provisorisch für die Saison 2oo4 / o5 auf 94.4 P. festgelegt.
4. FACHTECHNISCHES
>
ZH - Oberländer
Ausstellung in Uster: angeschlossen 1.
Al und Hav Klubrammlerschau.
Klubpräsident E.Frischknecht äussert sich in einem Schreiben entäuscht über die
Resultate der Alaska, da nur der Rassesieger 96,5 P erhielt. Die Züchter waren der
Meinung, dies war eine Klasse zu tief.
> B.Schweizer war an
dieser Schau allein als Obmann tätig und hat es bei drei weiteren Klubschauen
innerhalb dieser Ausstellung verpasst, besseren Einfluss auf die Resultate der
Al zu nehmen. Jedenfalls versicherten die betreffenden Exp. keine Abmachungen im
Voraus getroffen zu haben, dass kein Tier mehr als 96 P.
erhalten soll.
>
Anfrage M.Mehr:
Scheckentiere, welche an Vorbewertungen zu leicht sind, trotzdem an Vorbewertungen zu
beurteilen, ohne Endpunktzahl.
Beschluss: Die
Experten haben speziell an Vorbewertungen die Möglichkeit, dem Züchter Vorzüge und
Mängel an den Tieren auch ohne Punktzahlen zu erklären.
>
Mantelschecken
Grau / Eisengrau: Entscheidend für die Festlegung des Farbenschlags ist die
Unterfarbe / Zwischenfarbe am Rücken.
H.Schmid bringt ein
zweifelhaftes Tier an die GV mit.
>> Rhön Klubschau in Regensdorf:
>A.Wernli als Obmann
ist der Meinung, dass die beiden Experten die Aufgabe gut und korrekt
gelöst haben.
> I.Inauen: hat sich
keineswegs eingemischt und stellt fest, das die Spitze recht hoch bewertet war,
dies aber später auch wieder bestätigt haben, und dass die Beurteilung der Felle
in dieser Halle recht schwierig war.
> HU.Schmid: ist der Meinung, dass die Instruktionen bezüglich Farbe und
Farbverteilung recht gut
umgesetzt wurden.
> B.Schweizer: Die
Fellbeurteilung gemäss Standard o3 ist auch bei anderen Rassen nicht immer
richtig verstanden worden. So haben immer noch oft die spritzigen, weniger
dichten Felle den Vorzug erhalten. Auch das Messen der Haarlänge muss im Herbst
genau instruiert werden, damit es alle gleich machen.
Die
Farbverteilung beim
Rhön ist nicht einfach zu taxieren, da in einer Position die Verteilung am ganzen
Körper berücksichtigt werden muss.
>
Machenschaften ( das
provisorische Merkblatt im Standard ) wird überarbeitet und
als definitive Richtlinien herausgegeben.
>
Ausschluss eines
Schweizer Feh - Kaninchens wegen schiefem Becken an der Klubschau in Kriens.
Der Züchter, A.Waltenspühl aus Embrach hat die dreijährige Zibbe im
Nachhinein von einem Tierarzt untersuchen und röntgen lassen. In einem
Attest
bestätigt dieser, dass das Tier vollkommen normal sei und keinerlei
Skelettfehler aufweist.
Demzufolge muss
angenommen werden, dass bei diesem Tier Schmerzen an einem Hinterschenkel
eingetreten sind, was zur Folge hatte, das es diesen schonte und nicht richtig
auftrat. So kann der Eindruck einer schiefen Hinterpartie entstehen.
Beschluss: Es muss
an den Rep.Kursen darauf hingewiesen werden, dass in dieser Hinsicht nur
ganz klare Missbildungen ausgeschlossen werden und im Zweifelsfall besser
in der 3. Position Punkteabzug vornehmen.
>
U.Pfister: Fa.
Aeschlimann, Lützelflüh, kann jetzt neue Tätowierzangen mit Stiften, anstatt Messerli,
anbieten. So kann die Zange besser wieder vom Ohr gelöst werden. Zudem hat die Fa.
Aeschlimann auch eine neue, kleinere Zange für Zwergkaninchen
entwickelt.
5.
AUFNAHMEGESUCHE FUER
NEUE RASSE / FARBENSCHLAG
Die IG Deilenaar -
Kaninchen hat ein Gesuch zur provisorischen Aufnahme ihrer Rasse gestellt. Es
sind alle Anforderungen erfüllt, somit empfehlen wir das Gesuch an die POK vom
13.März weiter.
Das Leitbild und
Rassebeschreibung ist Sache der FTK und wird an der nächsten
Sitzung besprochen.
Auch der CH
Kleinwidderklub hat mittlerweile genügend Züchter für den neuen FS chinchilla beisammen
und auch dessen provisorische Aufnahme steht daher nichts
mehr im Wege.
Für den nächsten
Repetitionskurs muss daher die Rassen WW und BW zurückgestellt werden. Nebst den
neuen Rassen und Farbenschlag können dieses Jahr nur die
Tschechischen Schecken
durchgenommen werden.
6. EXPERTEN - ANWAERTER AUSBILDUNG
HU. Schmid hat das gesamte Programm mit den Kursinhalten und Daten zusammengestellt. Der erste
Kurstag ist am 2o.März 2oo4 in Reiden.
Die Ausbildung beginnt mit
Standardaufbau,
Rechte und Pflichten der Kaninchen - Experten, Kaninchenkrankheiten, Vererbungs-
und Farbenlehre und Aufbau von druckreifen Artikeln. Zudem wird ein
Rhetorikkurs neu ins Kursprogramm eingebaut. M.Röösli ist für die
Lokalitäten der Kurse und Beschaffung der Tiere verantwortlich. Die andern Mitglieder
der FTK teilen sich die Ausbildungsthemen auf. Für die praktische
Ausbildung der Anwärter wird ein neues Formular zur Bestätigung erstellt. An
Ausstellungen, wo ein Experten - Obmann engagiert ist, teilt dieser unbedingt die
Anwärter den passenden Experten und Rassen zu. Zurzeit läuft im
Welschland ein Obmännerkurs. U.Pfister würde es begrüssen, wenn davon eventuelle
Kandidaten als Experten-Anwärter noch parallel zur deutschen
Ausbildung aufgenommen werden
könnten.
7. VERSCHIEDENES
>
Die nächste Sitzung
findet am Sa. 18.September abends, zwischen Experten Ausbildungskurs in Reiden statt.
Schwerpunkt:
Vorbereitung Repetitionskurse mit Rassebesprechung wie Vorjahr.
>
Die Rep. Kurse sind
am 2.Oktober in Wittenbach und am 9. und 1o.
Oktober in Reiden.
>
M.Röösli ist
aufgefallen, dass immer mehr Schautiere aller möglichen neuen Rassen an
Ausstellungen auftauchen. Auflage vom SRKV muss sein; dass diese ebenfalls
unbedingt geimpft sein müssen.
>
U.Pfister hat an der
Gesamtausstellung in Bern für die Experten einen Stand reserviert mit dem
Ziel: Kontakt zu den Züchtern, Fachstelle und Partner zum
SRKV.
HU. Schmid bedankt
sich bei allen für die Mitarbeit und wünscht ein schönes
Wochenende.
Schluss der Sitzung: 13.15 Uhr
Reiden,
14.o2.2oo4 Der
Sekretär, B.Schweizer.
Für die
Richtigkeit: Der
Präsident, HU.Schmid |